Von Claudia Könsgen, 05.09.10, 20:09h, aktualisiert 06.09.10, 12:12h
Einen Vorgeschmack auf ihr erstes Album, das Anfang 2011 erscheint, lieferten die Musiker von „Phyria“. „Textlich bauen die Songs aufeinander auf, erklärte Sänger Benjamin Hammans. In „Vora-City“ (voracitiy, englisch für Gier) zeigt das Lyrische-Ich Wege aus der Sackgasse heraus, in die die Protagonistin im Song geraten ist. Musikalisch lässt sich der Stil des Krefelder Quartetts als Verve-Rock bezeichnen. Um den drohenden Fragezeichen über den Köpfen einiger Zuhörer entgegenzuwirken, schickte die Band die Genre-Erklärung in Form ihres Konzerts hinterher: Performance, Melodie und Gesang bildeten eine energetisch wie leidenschaftliche Einheit. „Diese Begeisterung, mit der die Musiker bei der Sache waren, überzeugte auch die Jury“, so Stephan Bruns.
Ganz ohne Anhänger im Schlepptau reiste die Band „Tauchsport“ aus Bochum an. Dafür aber mit bunten Ballons, Luftschlangen und Gratis-CDs für die Zuhörer. Über diese Einschmeichelversuche hinaus bemühte sich das adrett gekleidete Sextett - schwarze Hemden und Schlipse gehören zum Dresscode -, mit keyboard- und gitarrengewaltigem Powerpop-Rock und neuem Liedgut mit dem Publikum warm zu werden. Das gelang auch: Nach anfänglichem Kopfnicken und Tanzen sangen die Besucher bei der letzten Nummer die Hookline mit. Die lebensbejahenden Stücke wie „Die Welt gehört dir“ verbreiteten gute Laune. Trotzdem traten die Fans der beiden Mitstreiterbands ihre Stimme nicht an „Tauchsport“ ab. Die Jury schloss sich der Mehrheitsmeinung an.
Im Unterschied zum Vortag wurde der Platz in der Soundbox beim zweiten Halbfinale knapp. Die Lokalmatadoren von „Chime Trail“ brachten am Samstagabend die meisten Anhänger mit und sorgten mit ihrer gitarrenlastigen Show im Grunge-Gewand für Partystimmung. Den Publikumssieg hatte die Band aus Lohmar somit sicher. „Dass die Zuhörer bei unseren Songs so abgegangen sind, freut uns sehr, grinsten Matthias Grube, Lukas Hoffstadt und David Reisdorf. Da die Stimmungskurve auch während dem Auftritt der Dance-Rocker „Skings“ aus dem Münsterland nach oben zeigte, schickte sie die Muchstock-Jury eine Runde weiter. „Access to Adiction“ blieb hingegen chancenlos.
Das Finale findet am Samstag, 25. September in der Sülzberghalle in Much statt (Klosterstraße 4). Los geht es ab 18 Uhr. Karten sind über die Bands und an der Abendkasse für 8 Euro erhältlich.
Einen musikalischen Vorgeschmack auf die Finalbands gibt es auf deren Myspace-Seiten:
Linktipp: www.myspace.com/phyriaband
Linktipp: www.myspace.com/luziefour
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