Von Ralf Rohrmoser-von Glasow, 31.08.10, 08:55h, aktualisiert 31.08.10, 08:59h
Starke Partner
Und in den vergangenen Jahren kamen immer weitere Unterstützer dazu: Alexander-von Humboldt-Realschule, Straßenverkehrsamt, Bundespolizei, Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK), Allgemeiner Deutscher Fahrradclub, Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft und die Stadt mit ihrem Jugendamt.
Sie haben ein gemeinsames Ziel: „Nur ein Unfall weniger wäre ein großer Erfolg.“ Damböck hatte das Credo ausgegeben und forderte eine aktive Vernetzung aller Beteiligten. Sie sollten ihren Teil dazu beitragen, noch mehr für die Vorbeugung zu tun. „Das fängt schon mit dem gesunden Frühstück und dem richtigen Pausenbrot an.“
Auch der Ranzen müsse nicht nur passen, sondern zudem mit Reflektoren ausgestattet sein. Die AOK machte sich dafür stark.
Ein Appell zur Rücksichtnahme kam von Bürgermeister Franz Huhn: Die Kinder seien nun einmal die schwächsten Verkehrsteilnehmer und auf den neuen Wegen noch abgelenkt. An der Alexander-von-Humboldt-Realschule gibt es einen eigenen Schulwegeplan und eine Koordinatorin für die Mobilitätserziehung, Sigrid Ewert. Derweil nannte die Kreisdirektorin Annerose Heinze erst einmal Zahlen: 4139 Erstklässler gibt es 2010 im rechtsrheinischen Kreisgebiet. Auch Heinze hatte einen Appell an die Erwachsenen parat. Sie gemahnte an die Vorbildfunktion im Guten wie im Schlechten. Keine Eile auf dem Weg zum Unterricht wünscht sie sich, damit Mütter oder Väter nicht über die Straßen rasen müssen.
Weniger Schulwegunfälle
Andere Zahlen stimmten nachdenklicher, sie kamen vom Ersten Polizeihauptkommissar Benno Reich. Auf dem Gebiet seiner Behörde sind im vergangenen Jahr 26 Kinder bei Unfällen auf dem Schulweg verunglückt. Erschreckend sei die Zahl der nicht richtig gesicherten Kinder. Das sah auch der Leiter des Straßenverkehrsamtes, Dieter Siegberg, so. Bis zum 31. Juli gab es zehn schwere Schulwegunfälle, weniger als im Vorjahr - der Appell scheint zu wirken.
Die Bundespolizei hatte in der Fußgängerzone Schienen mit einer Holzeisenbahn aufgebaut, um vor den Gefahren der Bahnanlagen zu warnen. Der ADFC schickte die Kinder in Begleitung über einen Verkehrsparcours, dieses Mobilitätstraining fördere Motorik und Wahrnehmungsfähigkeit. RSVG-Marketingmann Clemens Overath erinnerte an die Verhaltenstrainings an Bushaltestellen: „Da hat sich einiges getan“, freute er sich. Umlagert war aber vor allem der Stand der Deutschen Verkehrswacht, die ein Zweirad als Gewinn gestiftet hatte. Fred Merklinghaus übte zum Beispiel mit der acht Jahre alten Marina schwierige Situationen auf dem Fahrradsimulator - und hatte viel Lob für sie.
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