Von Stephan Propach, 10.08.10, 15:48h, aktualisiert 11.08.10, 12:39h
Diskutiert werden für das gut fünf Kilometer lange Stück zurzeit noch mehrere Streckenvarianten. Sie sind das Ergebnis einer Umweltverträglichkeitsstudie. Glückliche Umweltschützer, aber enttäuschte Radfahrer würde Variante 1 mit 5,1 Kilometern Länge bescheren. Sie verläuft in weiten Teilen an der Bundesstraße 256, würde Tiere und Pflanzen an der Sieg kaum belasten, aber auch wenig Freunde unter den Radlern finden. Für sie müsste zwischen Rosbach und Eulenbruch auf 810 Metern eine Art Balkon über das Siegufer gehängt und bei Gansau 480 Meter Stützmauer gebaut werden.
Um die Sieguferbalkone zu vermeiden, könnte für Variante 1 a eine Fahrradbrücke an die Eisenbahnbrücke bei Eulenbruch gehängt werden. Dann würde der Radweg über die Brücke in Rosbach auf der südlichen Siegseite geführt und würde 4,7 Kilometer lang. Eine Variante 1 b verlässt die B 256 zusätzlich in Gansau und führt ein Stück südlich des Bahndammes entlang wieder auf die Bundesstraße zurück.
Wenig Gegenliebe vor allem bei Familien mit kleinen Kindern dürfte Variante 2 finden. Sie führt über die Rosbacher Siegbrücke und dann durch die ehemaligen Orte Rüddel und Obernau über die Berge, bei Gansau über die Sieg, durch Wiedenhof, und weiter über die Sieg nach Geilhausen und schließlich angehängt an die dortige Bahnbrücke nach Au, Länge: 6,3 Kilometer.
Den meisten Zuspruch - unter anderem im Windecker Gemeinderat - hat bisher Variante 3 mit 5,4 Kilometern Länge erfahren. Sie folgt den Wegen von 1 a bis Eulenbruch, verläuft dann bis Gansau an der Bundesstraße, um auf die Variante 2 zu schwenken. Im Gemeinderat wurde dieser Vorschlag einstimmig noch verfeinert. Die Politiker möchten die Trasse von Eulenbruch näher an der Sieg vorbei, über eine Brücke zum Sportplatz Hundhausen und von dort wieder über die Sieg auf die Trasse 2 leiten. Das erfordere zwar eine weitere Radbrücke, spare aber neben den Balkonen an der Sieg die Mauern in Gansau.
Die Entscheidung, welche Variante letztendlich gebaut wird, liegt nun beim Landesbetrieb Straßenbau NRW in Köln. Der will bis Ende 2010 die Vorprüfungen abschließen, sämtliche Interessen abwägen und schließlich die Entscheidung für eine konkrete Strecke fällen. 2011 beginnen die Planer mit ihrer Arbeit, es folgt das Planfeststellungsverfahren. Weitere Ämter und die Öffentlichkeit werden um ihre Meinung gebeten. Schließlich stehen 2013 Ausführungsplanungen, Ausschreibungen und Auftragsvergabe an. Gearbeitet, geschweige denn geradelt wird laut Gemeinde Windeck „voraussichtlich frühestens ab 2014“.
Menschenfreundlich
11.08.2010 | 20.01 Uhr | z_15_Ottersbach
Als Erstes finde ich den Artikel gut geschrieben.
Als Zweites ist schwer zu verstehen, was Loesung 1a, 2b, 3c ... ist.
In jedem Falle ist der…
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