Von Claudia Könsgen, 25.03.10, 17:28h
Freunde und Fans erwartet brandneues, noch unveröffentlichtes Songmaterial, das im vergangenen halben Jahr entstanden ist, und natürlich die sieben Stücke vom Demo-Album.
Es ist vier Jahre her, dass sich die beiden Gitarristen mit Michael Gralla zusammentaten, der sowohl für den Bass als auch das Stimmliche zuständig ist, um richtig guten, deutschsprachigen Metal zu machen. „Diese Art des Metals fehlte noch“, hält Vocalist Gralla fest. Um gemeinsam an Songs arbeiten zu können, musste aber zunächst ein „grundwasser- und schalldichter“ Proberaum ausgebaut werden.
Nachdem das erste Lied „Feuer - Die Wut“ stand, merkten die Musiker aus Neunkirchen-Seelscheid, „dass wir mit unserer geballten Gitarrenmusik nicht ganz so brachial klingen wollten“, erklärt Gitarrist Arthur, der die Musik für die Levithan-Songs schreibt. Inspirieren lasse er sich dafür von Power, Nu und Death Metal.
Um einen melodiösen, epischen Sound zu kreieren, suchte die mittlerweile um Drummer Aljoscha Egge angewachsene Formation 2008 einen Keyboarder und fand Etienne Hege. Levithan war geboren.
Gesungen wird auf Deutsch, mal melodisch, dann wieder in schrillem Sprechgesang. Was die Texte angeht, soll der Zuhörer merken, dass sich der Texter Gedanken gemacht hat, findet Sänger Michael. In seinen lyrischen, mit Metaphern gespickten Texten werden aktuelle gesellschaftliche Themen behandelt, wie der Kindesmissbrauch in der Katholischen Kirche. Im Lied „Myokardinfarkt“ verarbeitet Michael Gralla hingegen den Tod seines Vaters. „Typisch für unsere Songs ist, dass sie aus der Ich-Perspektive geschrieben sind“, erklärt der Frontman. Neben ernsteren Texten gibt es aber auch leichtere Kost, wenn es etwa um feucht-fröhliche Nächte geht.
Sechs Monate haben die Aufnahmen zum Erstlingswerk gedauert, vom ersten chaotischen Einspielen und Einsingen bis zum fertigen Abmischen. Als Studio diente die „Soundbox“ in Much, eine Art Konzertgarage des Kultur- und Freizeitzentrums. „Ein Freund von uns stellte sich gratis ans Mischpult“, berichten die fünf jungen Musiker.
Die Zeit im Studio haben die Musiker neben Abi-Vorbereitungen und Azubi-Dasein genutzt, um ihr Spiel und den Gesang zu perfektionieren, um das nächste Ziel nach der CD in Angriff zu nehmen: Auftritterfahrungen sammeln - über die Grenzen des Rhein-Sieg-Kreises hinaus.
Am heutigen Freitag, 26. März, feiern die Musiker von Levithan im Siegburger Kulturcafé, Ringstraße, ab 19 Uhr die Releaseparty zu ihrer Demo-CD „Inceptum“. Gratulant und Support ist die Band Chronic. Der Eintritt kostet 5 Euro.
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