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Hobbybühne Hurst

Schwank um schwarzen Büggel

Von Stephan Propach, 05.03.10, 16:06h, aktualisiert 05.03.10, 16:13h

Die Hobbybühne Hurst hat mit „Der schwarze Büggel“ einen Schwank von Bernd Gombold auf die Bühne gebracht. Das Stück soll zwölf Mal in der Aula der Hauptschule Windeck-Rosbach.

Die Hobby-Bühne
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Die Hobby-Bühne Hurst präsentierte in der Hauptschule Rosbach das Stück "Der schwarze Büggel". (Bild: Stephan Propach)
Die Hobby-Bühne
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Die Hobby-Bühne Hurst präsentierte in der Hauptschule Rosbach das Stück "Der schwarze Büggel". (Bild: Stephan Propach)
Windeck - „Wenn du noch mal so mit mir sprichst, darfst du nicht mehr meine Wäsche waschen . . . und ich schlafe nur noch im eigenen Bett.“ Mit ihrem längst erwachsenen Sohn Rudi, einem waschechten Nesthaken, hat Oma Maria so ihre Probleme. Wenn der doch endlich eine Frau finden würde . . . Aber auch die übrigen Nachkommen sind nicht ohne. Trotzdem hat die Oma sie alle zu ihrem 75. Geburtstag ins alte Ferienhäuschen mitten im Wald eingeladen. Dort ist alles vorhanden, was die Hobbybühne Hurst für einen Schwank braucht. Über drei Akte führt das Ensemble um Inge Geisler das Publikum immer wieder gefährlich nahe an einen Zwerchfell-Muskelkater heran.

Die Konflikte sind von Anfang an programmiert. Omas zweiter Sohn Manfred hat zwar eine Frau, aber die hat ihn fest im Griff. Sie passt mit Parfüm und Desinfektionsmittel in den Wald wie Tarzan in die Großstadt. Und den Rest der Familie hält sie schlicht für primitiv. Das gilt besonders für Schwägerin Adele, ebenfalls unverheiratet, für die Männer ein Kostenfaktor und eigentlich nur störend sind. Einzig Enkelin Cornelia scheint halbwegs normal zu ticken.

Bewegung kommt in die stetig zickelnde Bande, als Oma im Häuschen einen Schwarzen Beutel mit einem kleinen Vermögen findet. Plötzlich dreht sich alles um diesen „schwarzen Büggel“. Oma als Finderin wird von der lieben Familie verhätschelt, und jeder, ob Schmetterlingsfänger Würmlein, Waldarbeiter Hammer, Walkerin Kugel oder der schräge Vogel Tom wird verdächtigt, der Böse Räuber zu sein, der den Büggel im Haus versteckt hat.

Die Hobbybühne Hurst, die seit 16 Jahren Schwänke wie den von Bernd Gombold auf die Bühne bringt, zeigt das Stück in diesem Jahr gleich zwölf Mal - Generalprobe mit Publikum inklusive. Auch das aufwändige Bühnenbild haben die engagierten Laien unter der Leitung von Manfred Geisler selbst erstellt: Bäume wurden modelliert, in 400 echte Äste wurden Löcher für 5200 künstliche Blätter gebohrt. Auch die Bewirtung schultern die Hurster größtenteils selbst. Für ihre Benefizaufführung allerdings haben sie Eurotoque-Sterne-Maître Uwe Steiniger gewonnen - ehrenamtlich. Da wollen sie ihren Erlös von 2005 von 13 500 Euro noch einmal steigern, zugunsten des Kinderhospizes Balthasar in Olpe.

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