Von Stephan Propach, 14.01.10, 16:30h
„Ein Bau war nie unser Plan“, berichtet Jakob Peters, einer der ehrenamtlichen Gemeindeleiter. Mit sieben anderen Christen hat er vor siebeneinhalb Jahren die Gemeinde gegründet, die seither stetig wächst. Nach Unterkünften in Privaträumen zog die ECG in den ehemaligen Hermes-Komplex zwischen Bahn und Sieg. Von dort pflegt sie ganz bewusst Kontakte auch zu anderen Gemeinden. Mit der Evangelischen Kirchengemeinde organisierte sie den „Rosbach-Tag“ am Freibad mit jeder Menge Spiel und Spaß. Regelmäßig gibt es gemeinsame Jugendgottesdienste. „Die Kontakte sind uns wichtig. Wir wollen uns nicht abgrenzen“, betont Jakob Fröse, neben Peters und Jakob Wiens Leiter der ECG. Fest steht deshalb schon von Baubeginn, dass das neue Haus allen Windeckern offen stehen wird, beispielsweise für Beerdigungsfeiern. Da gebe es in Rosbach Bedarf, weiß Peters.
Der bisherige Saal - mit Raum für rund 100 Besucher inzwischen eng geworden - bietet solche Möglichkeiten nicht. Wenn man ab und an nach Gottesdiensten zusammensitzen will, muss alles umgeräumt werden. Auch in der Küche ist es ziemlich eng.
Weil außerdem die alten Fabrikhallen einem Komplex mit Seniorenwohnungen und Pflegeheimen weichen sollen, sucht die ECG schon seit zwei Jahren nach Alternativen, die sich für die Gemeindearbeit eignen - vergeblich. Nachdem sich die Verhandlungen um ein anderes Grundstück im vergangenen Jahr zerschlagen haben, stehen jetzt aber Gespräche mit Banken und der Notartermin an.
Möglich wird das Bauprojekt der noch jungen Freikirche vor allem durch den persönlichen Einsatz ihrer Mitglieder. Unabhängig vom Staat und von Kirchensteuern finanziert die ECG ihre Arbeit allein über Spenden. Hauptamtliche Mitarbeiter hat sie nicht. Gottesdienste, Senioren- Frauen oder Jugendgruppen gestalten Ehrenamtler.
Wenn jetzt gebaut werde, solle die Gemeindearbeit möglichst nicht darunter leiden, betont Fröse. Vor allem soziale Projekte sollen weiterlaufen. Unterstützt werden derzeit unter anderem ein Krankenhaus im Senegal sowie Missionare in Nordrussland, Indonesien und Malawi. „Wir glauben, dass da kleine Wundergeschehen“, betont Fröse.
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