Von Andreas Damm, 18.12.09, 16:10h, aktualisiert 18.12.09, 21:04h
In den 250 Kölner Hotels nächtigen jährlich gut vier Millionen Gäste. Im Durchschnitt zahlen sie 104 Euro für ihr Zimmer. Die Kultur-Taxe könnte demnach rund 20 Millionen Euro bringen. Einen einheitlichen Steuersatz, wie es ihn etwa in Weimar gibt, hält die SPD nicht für sinnvoll. „Wir wollen diejenigen, die in einer Nobelherberge absteigen, höher besteuern als die Gäste einer billigen Pension“, betonte der wirtschaftspolitische Fraktionssprecher Alfred Schultz.
„Die Hotels der Stadt leben auch davon, dass Köln viel für den Tourismus getan hat und tut. Dazu gehört ein reichhaltiges kulturelles Angebot, viele Museen und Sehenswürdigkeiten“, sagte SPD-Kulturpolitikerin Eva Bürgermeister. Börschel wies auf die Finanznot der Stadt hin. Durch die vom Bund beschlossenen Steuerentlastungen verliere die Stadt bis zu 15 Millionen Euro jährlich. „Besser die Hoteliers geben einen Teil ihres Steuergeschenkes an die Kölner Bürgerinnen und Bürger zurück, als dass wir Kita-Gebühren erhöhen oder Schwimmbäder schließen.“
Im Rat hat der Vorschlag durchaus Chancen. Die Grünen würden die Kultur-Taxe wohlwollend prüfen, sagte Börschel. Von CDU und FDP ist dagegen keine Zustimmung zu erwarten. „Die Nachbarstädte freuen sich, wenn die Touristen zu ihnen kommen, weil der Standort Köln künstlich verteuert wird“, sagte FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. Die Steuer fußt auf einer Idee des Kämmerers Norbert Walter-Borjans (SPD). CDU-Chef Jürgen Hollstein sprach von einem „abstrusen Vorschlag“. Der Hotel- und Gaststättenverbandes kritisierte den Vorschlag als „offensichtlichen Versuch, bundespolitische Entscheidungen zu konterkarieren“. Nach Plänen Börschels soll die neue Steuer spätestens im Sommer 2010 erhoben werden. Sollte das Land die in NRW einzigartige Abgabe nicht genehmigen, „werden wir klagen“.
Kommentar zur Kurtaxe: Im Hotelbett die Museen fördern
Kurtaxe: Plan stößt in Berlin auf Ablehnung
@Monopol + anhaza
21.12.2009 | 17.40 Uhr | wasauchimmer
Monopol: Wenn das so ist alles klar, ich habs verstanden. Danke! Und: Gute Frage (warum nicht früher)!
anhaza: OK, welches Geld jetzt wofür…
@wasauchimmer
21.12.2009 | 16.01 Uhr | anhaza
Richtig, die 7% sind ein verminderter Steuersatz für Dinge des täglichen Lebens, wie z.B. Schnittblumen oder Pferde oder ...
Für Geschäftsreisende…
@wasauchimmer
21.12.2009 | 15.47 Uhr | Monopoly
Gerne erläutere ich „Lösung strukturelles Problems“: Da im Gesetz nicht einfach die in einschlägigen Foren wie diesem übliche Begründung…
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