Von Ralf Rohrmoser-von Glasow, 01.12.09, 11:59h
Dorn ist der lebende Beweis, dass gute Thrillerschreiber nicht nur aus den Vereinigten Staaten kommen. Eigentlich ist „Trigger“ sein achtes Buch, doch das erste, das veröffentlicht wird. „Sechs andere werden nicht veröffentlicht, das ist auch gut so“, verrät er seinem Publikum. Das siebte ruhe in der Schublade, „vielleicht ist das Manuskript noch ein bisschen zu abgefahren“.
Seit seinem zwölften Lebensjahr schon schreibt der Autor Geschichten. Er bezeichnet sich selbst als Autodidakten, dem nach eigenem Bekunden viele Freunde, etwa Schriftsteller wie Andreas Eschbach oder Sebastian Fitzek, geholfen haben.
Der Erstling erzählt die Geschichte von Doktor Ellen Roth, die in einer psychiatrischen Klinik arbeitet und mit einem „Bif“, einem „besonders interessanten Fall“ konfrontiert wird: einer offenbar schwer misshandelten Frau, die vom schwarzen Mann erzählt und plötzlich verschwindet. Eben dieser schwarze Mann spielt ein perfides Spiel. So hat es den Anschein. Doch damit beginnt die Geschichte eigentlich erst, die vor überraschenden Wendungen, Gänsehautmomenten und erschreckenden Erkenntnissen nur so strotzt. Es ist ein Buch, das an den Händen klebt.
Dorn weiß, wovon er redet - arbeitet er doch selbst in einer psychiatrischen Einrichtung. Kein Wunder also, dass der Stoff in diesem Milieu angesiedelt ist. Gut recherchiert, gibt sich das Buch in Fachfragen keine Blöße. Das hat ein Psychiater dem Schreiber attestiert, etwas, dass den besonders gefreut hat. Neun Monate hat er von der Planung bis zur Fertigstellung gebraucht. Sein zweites Buch hat er schon fertig, am dritten arbeitet Dorn. Deshalb ist er auf halbe Stelle in den „Brotberuf“ zurückgegangen - jetzt, wo es ernst wird mit der Autorenschaft.
„Trigger“ jedenfalls war ein guter Auftakt.
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