Von Christine Siefer, 03.11.09, 16:32h
Die Geschichte von mutigen Freunden, die 1986 in einer Schule den Aufstand proben, wurde von Schülern des Bodelschwingh Gymnasiums Herchen (BGH) musikalisch auf die Bühne gebracht. Viel Freizeit investierten sie um das Musical „Sarafina“ mit den afrikanischen Klängen und Rhythmen in der Schulaula zu präsentieren.
Der Freiheitsgedanke zieht sich wie ein roter Faden durch die Aufführung. Zu Beginn sangen der Chor und die Darsteller einen Gospel, der Hoffnung und Sehnsucht gleichermaßen vereint. Doch die Jugendlichen wollen es nicht alleine bei Lethargie und Beten belassen. Dabei spielten besonders die kleinen internen Revolten eine große Rolle. Protest gegen ein englisches Gedicht, was auswendig gelernt werden soll. Diskussionen und hitzige Debatten über den Schulstoff und die Abwertung durch die weiße Bevölkerung. Das Mädchen Sarafina, gespielt von Christiane Lusanso, hat keine Scheu ihren Unmut kund zu tun und wird daraufhin verhaftet. Auch nach ihrer Freilassung nimmt die Gewalt kein Ende. Ein Polizist will die sympathische Lehrerin verhaften und hat nicht mit dem Aufstand der Klasse gerechnet. Es kommt zum Eklat und erneut sterben Schüler.
Die Dramatik von 1976 aufgegriffen in der Inszenierung Aufstand fängt im Kleinen an. Die Sorgen einer Generation aufgegriffen in den Liedern „Oh Lord give us power“ und „Freedom is coming tomorrow“. Zwischendurch zeigt eine Tanzgruppe unter Leitung von Meret Heimann rhythmische Tänze. Dank der hervorragenden Unterstützung durch die Band und den Chor unter Leitung von Musiklehrer Holger Knöbel wurde die afrikanische Kultur auch musikalisch ideal transportiert. Man merkte den Mitwirkenden nicht nur die Freude an der Umsetzung, sondern auch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema an.
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