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Feuer in Ruppichteroth

Verzweifelter Sprung aus dem Fenster

Von Thomas Iskra, 18.10.09, 17:16h

In Ruppichteroth löste ein Brand einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Mit mehreren Löschtrupps gingen die Einsatzkräfte gegen das Feuer vor. Verzweifelt flüchtete eine Frau mit einem Sprung aus dem Fenster vor de Flammen.

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Aus dem Fenster oben rechts sprang die Frau. Völlig zerstört ist das Schlafzimmer im ersten Stockwerk nach dem Brand. Weil die Feuerwehr schnell eingegriffen hat, konnten sich die Flammen nicht auf den Dachstuhl ausbreiten. BILD: THOMAS ISKRA
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Aus dem Fenster oben rechts sprang die Frau. Völlig zerstört ist das Schlafzimmer im ersten Stockwerk nach dem Brand. Weil die Feuerwehr schnell eingegriffen hat, konnten sich die Flammen nicht auf den Dachstuhl ausbreiten. BILD: THOMAS ISKRA
Ruppichteroth - Mit einem Sprung aus dem Fenster rettete sich am Samstag gegen 1.30 Uhr eine Frau aus ihrem brennendem Schlafzimmer in der ersten Etage eines Hauses in Ennenbach. Während aufmerksame Nachbarn die Tochter mittels lautstarkem Klopfen an der Haustüre weckten, so dass sie noch rechtzeitig das Haus verlassen konnte, sah die im ersten Stock schlafende Bewohnerin keine andere Chance, als den Sprung aus dem Fenster.

Die Tochter blieb bis auf einen Schock unverletzt. Ihre Mutter zog sich allerdings bei dem Sprung in den etwa vier Meter unter ihr liegenden Vorgarten schwere Verletzungen zu. Außerdem stellte der Notarzt eine schwere Rauchgasvergiftung fest. Er behandelte sie noch lange an der Unglücksstelle.

Großalarm ausgelöst

Die sofort alarmierte Feuerwehr löste Großalarm aus, da nicht sicher war, ob sich darüber hinaus noch jemand im Haus aufhielt. Einsatzkräfte aus Ruppichteroth und Winterscheid waren innerhalb weniger Minuten vor dem brennenden Haus. Geordert worden war auch die Drehleiter aus Waldbröl. Hohe Flammen schlugen aus dem Schlafzimmerfenster und erhellten den Nachthimmel. „Solche Brände können sich ganz schnell ausweiten“, sagte Einsatzleiter Claus Müller. „Darum haben wir vorsichtshalber mehrere Wasserleitungen zum Haus gelegt, um im Ernstfall von mehreren Seiten das gesamte Haus löschen zu können.“

Das Feuer, das im Schlafzimmer im ersten Obergeschoss des Hauses ausgebrochen war, konnte aber schnell von zwei Trupps von innen und einem Trupp außen gelöscht werden. Dadurch wurde ein Übergreifen auf den Dachstuhl verhindert. „Weil wir das Feuer so schnell unter Kontrolle hatten, konnten wir den Brandschaden hauptsächlich auf dieses eine Zimmer beschränken.“

Um noch verbliebene Brandnester über die Drehleiter zu löschen, wurden einige Dachziegel über dem Schlafzimmerfenster entfernt. Eine Wärmebildkamera zeigte auch die letzten kleinen Nester an. Die völlig verkohlte Inneneinrichtung brachten die Kräfte unterdessen vor das Haus, um sie hier ebenfalls vollständig zu löschen. Teilweise wurden die verbrannten Bücher und Textilien, aber auch Schränke, direkt aus dem Fenster geworfen.

Nach Angaben der Polizei entstand am und im Haus ein Sachschaden in Höhe von rund 30 000 Euro. Die Kriminalpolizei forscht derzeit nach der Ursache des Brandes.

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