Von Ingrid Bäumer, 12.08.09, 17:26h, aktualisiert 13.08.09, 15:08h
Als das Paar am 11. Juli aus einem Urlaub zurückkam, habe man die Schenkung „total verwildert und versifft“ vorgefunden. Die Stifter kritisierten weiter, dass es kein Fressen für die Tiere gegeben habe, auch „keine Fressreste“. Pflanzen seien von Unkraut zugewuchert gewesen.
Marc Albrot und seine Stellvertreterin Ulla Fiebig weisen die Vorwürfe zurück. „Die Tiere werden zweimal am Tag mit frischem Obst und Gemüse gefüttert. Zwei Stunden nach der Fütterung entfernen wir die Essensreste“, erklärt Albrot. „Wir wollen schließlich keine Ratten in das offene Gehege locken.“ Vielleicht hätten die Stifter deshalb gedacht, es gebe für die Schildkröten kein Futter. „Wenn sie Hunger haben, können sie übrigens auch das Heu in den Hütten fressen.“
Damit nicht genug des Ärgers: Nach Angaben des Vereins platzt das Heim aus allen Nähten. Etwa 250 Katzen, 83 Katzenwelpen, 100 Hunde und etwa 700 Kleintiere beherbergt die Anlage aus den 1950er Jahren. Und es werden immer mehr, so Albrot.
Der Verein könne die Kosten nicht mehr tragen, weil die 17 angeschlossenen Städte und Gemeinden jährlich nur 350 000 Euro zahlen. Dem stehen Ausgaben von 700 000 Euro gegenüber. Zwei Erbschaften, zusammen eine halbe Million Euro, hätten den Betrieb in den letzten Jahren gesichert. Doch sie sind im März 2010 verbraucht, dann drohe die Pleite. Dabei müsse das Heim saniert und erweitert werden - geschätzte Kosten: 1,5 Millionen Euro.
Andere Sicht
16.08.2009 | 17.27 Uhr | PArentz
Seit Jahren besuche ich das TH Troisdorf regelmässig, wenn ich in der Region bin. Anfang 2009 stellte ich bei meinen Besuchen ( immer verbunden mit…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
Anzeige