Von Claudia Könsgen, 29.06.09, 16:29h
Würdiger Rahmen
Alle 1400 Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 wirken mit - egal, ob als Musiker, Workshopleiter oder Aufbauhelfer. „Die Idee zu dem Fest ist damals dadurch entstanden, dass den vielen Projekten der Schüler ein würdiger Rahmen gegeben werden sollte, um diese vorzustellen“, erklärte Schulleiter Wolfgang Pelz.
Wer naturwissenschaftliche Phänomene auf unterhaltsame Weise präsentiert erleben möchte, steuert mit dem Lageplan in der Hand Gebäude „B“ an. Im „Wissenschaftszentrum“ begeben sich die „Physikusse“ der Begabtenförderung Physik mit ihrer halbstündigen Show auf ihre nicht ganz reibungslose „Zeitreise“.
Beim Publikum sorgen bergauf rollender Käse, im „Heiligen Joghurt“ bombenfest steckende Schwerter und mit „Pfeffer und Salz“ erzeugte Feuerkugeln für Verwunderung. Deshalb erläuterten „Physikus“ Christian Schreiber (18) und seine Mitschüler wissbegierigen Zuschauern im Anschluss an die Aufführung anschaulich, wie man das Schwert aus der joghurtartigen Masse ziehen kann - nämlich langsam, nicht schnell.
Zu Chemie-Mitmachworkshops, um Handcreme, Taschenwärmer und „Slimey“ (schleimige Knetmasse) selbst herzustellen, laden die Schüler ins Gebäude „F“ ein. Besonders beliebt bei den jungen Besuchern: den schleimigen Glibber über dem Bunsenbrenner im Becherglas zu brauen. Anna Spitzer (14) und Julia Schneider (15) aus der 8d helfen den Kindern beim Erhitzen des Wassers, geben pflanzliches Bindemittel hinzu und fragten, welche Farbe die schleimige Masse bekommen soll: „Giftgrün.“
Samba und Rockmusik
Auf dem Weg zur gläsernen Mensa, die das musische Zentrum des Kulturfestes bildet, begegnet den Besuchern eine Tanzgruppe, die sich rhythmisch zu Popmusik über den Asphalt bewegt und Zuschauer um sich schart. In dem zur Konzerthalle umfunktionierten Speisesaal geben die Bläserklasse und Bigband der Schule sowie ein Irish Folk-Ensemble Kostproben ihres Könnens, bevor es rockiger wird.
Im Oberstufengebäude nebenan ging es hingegen ruhiger zu: Dort stellten private Kunstsammler mehr als 50 Originalgrafiken und Exponate von Salvador Dalí aus. Darunter sind seltene, teilweise erstmals öffentlich gezeigte handkolorierte Holzschnitte, Illustrationen zu Ovids „Ars Amatoria“, Radierungen und eine Picasso-Lithografie. „Die meisten der Bilder stammen aus den 60er und 70er Jahren“, erzählt Burkhard Schönhof, der die Ausstellung betreut.
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