Erstellt 18.05.08, 19:39h
Die rockige, gleichwohl gefühlvolle und optimistisch stimmende Ballade rührte die rund 300 Besucher an, manchem standen die Tränen in den Augen, ohne Gänsehaut kam wohl niemand davon. „Bist wieder da, mir so unendlich nah“ heißt der Refrain, den der große Chor der Zuschauer schon bei der zweiten Wiederholung mit anstimmte. Jede Zeile und die Melodie, die Sofie le Matou geschaffen hatte, waren mit Volker Wiedeck abgestimmt, dem Vater des im vergangenen Jahr ermordeten Mädchens. Er hatte auch die Stiftung gegen sexuelle Gewalt und zur Förderung der Prävention gegründet.
Die CD, die für zehn Euro verkauft wird, ist bereits finanziert, jeder Cent fließt in das Stiftungskapital. Das gilt genau so für die Einnahmen des Konzerts. Karysmah, Raubwal, Andernfalls, Fairytale und „Stimmt so“ verzichteten auf ihre Gagen, die Getränken waren vor dem Verkauf schon bezahlt und selbst Technik und Bedienung arbeiteten umsonst. Das Ergebnis wird noch bekannt gegeben.
Wiedeck selbst hatte sich einen Abend gewünscht, nach dem alle mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gehen. Er selbst verzichtete auf öffentliche Auftritte und genoss die Musik. Weit nach Mitternacht verließ er den Saal - mit einem Lächeln im Gesicht. (rvg)
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