Von JULIA HOHENADEL, 12.05.08, 18:07h
Auch der Rückblick auf die Leistungen der Freiwilligen geriet zur Reise in die Geschichte: Von der Gründung 1883 über die brennenden Synagogen, die in der Reichspogromnacht nicht gelöscht werden durften, erlebten die Kameraden aus der Brölgemeinde Hochs und Tiefs: Zerschlagung, Neugründung, Rückschritte, Verbesserungen und immer wieder natürlich Brände, Unfälle und sonstige Unglücke. „Feuerwehrdienst ist kein Hobby“, erinnerte Hartmut Drawz an das nicht immer einfache Tun der Freiwilligen. „Und die Ausstattung mit Geräten und Fahrzeugen ist kein Wunschkonzert.“ Allerdings, so vermeldete der Bürgermeister nicht ohne Stolz, habe die stets klamme kleine Gemeinde in den letzten 15 Jahren immerhin 3,5 Millionen Euro für die Wehrleute lockergemacht davon gingen allein 2,2 Millionen an Fahrzeuge, Geräte und die neue Wache an der Dr.-Herzfeld-Straße. Trotzdem, hob Drawz hervor: „Die Feuerwehr war immer zurückhaltend, wenn es um die Würdigung der eigenen Leistung ging. Sie hat immer Verständnis gezeigt für die nur begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde, auch wenn es schwer gefallen ist.“
Ein neuer Schutzpatron durfte bei der Jubiläumsfeier übrigens auch mit einziehen: Eine Florianstatue, Schutzheiliger der Feuerwehr, wurde im feierlichen Rahmen an den Leiter Ferdi Lückerath übergeben.
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