Von RALF ROHRMOSER-VON GLASOW, 20.11.07, 18:53h
Noch bevor die rund 60 Feuerwehrleute unter Leitung von Stadtbrandinspektor Roland Achtziger eintrafen, fuhr ein Anwohner einen Traktor aus der Garage und brachte ihn in Sicherheit. „Ich habe da schon häufiger Jugendliche aufgeschreckt“, erzählte er in der Nacht. Von der Drehleiter aus und von allen vier Seiten bekämpften die Einsatzkräfte den Brand. Die Dachziegel waren fast vollständig weggeplatzt. Verkohlte Balkenreste ragten in den Himmel. Schließlich ließ Achtziger Schaum einsetzen. Eine Stirnwand musste wegen Einsturzgefahr eingerissen werden. Erst gegen 5 Uhr war der Einsatz beendet.
Für die Karnevalisten ist es ein herber Rückschlag. „Das größte Problem ist der Rosenmontagszug“, sagte Hubert Roland, Vorsitzender der Blau-Gelben. Wagenverkleidung und Wurfkisten sind zerstört. Und dabei ist die Session so kurz. Aber auch Lichtanlagen, Holzbuden, Tische, Pavillons und Elektroinstallationen, selbst Aschenbecher, wurden ein Raub der Flammen. „Uns fehlt alles“, trauerte Mühlich, der zuletzt im September in der Halle war. Beide Vereine gaben sich aber überzeugt, dass es auf jeden Fall weitergehe.
Die Brandermittler untersuchten am Vormittag die Lagerhalle. Ein technischer Defekt erscheint unwahrscheinlich, das Gebäude wird immer stromfrei geschaltet. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich vermutlich um fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandstiftung, die Kripo bittet um Hinweise unter 02241 / 541 41 21
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