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Feuer gefährdet Karnevalsumzug

Von RALF ROHRMOSER-VON GLASOW, 20.11.07, 18:53h

Niederkassel - Der alte Bahnhof an der Strecke des „Rhabarber-Schlittens“ in Niederkassel brannte komplett aus. Das Haus diente der Karnevalsgesellschaft Blau-Gelb als Lagerraum.

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Meterhoch schlugen die Flammen aus dem alten Bahnhof, als die Feuerwehrleute mit ihren Löscharbeiten begannen. Ihr Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
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Meterhoch schlugen die Flammen aus dem alten Bahnhof, als die Feuerwehrleute mit ihren Löscharbeiten begannen. Ihr Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
BILD: RVG
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Der Vorsitzende der IGK Blau-Gelb, Hubert Roland, der Pressesprecher der KG Grün-Gelb, Ortwin Pfaff, und deren Vize-Vorsitzender, Markus Mühlich (v.l.), standen gestern vor der Ruine ihrer Lagerhalle.
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Niederkassel - „Unser ganzes Hab und Gut steckt da in den Trümmern“, sichtlich betroffen stand der Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft Grün-Gelb gestern Mittag vor der Ruine der Lagerhalle an den Gleisen. Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Karneval Blau-Gelb hatte der Verein sein Material - bis auf die Wagen - in dem ehemaligen Abfertigungsgebäude der Spar- und Darlehenskasse am „Rhabarber-Schlitten“, der heutigen Werksbahn von Evonik, untergebracht. Am Montagabend gegen 23.40 Uhr schlugen die Flammen meterhoch aus dem Dach. Eine dichte Rauchwolke, von unten durch das Feuer orange angestrahlt, stand über Niederkassel-Ort.

Noch bevor die rund 60 Feuerwehrleute unter Leitung von Stadtbrandinspektor Roland Achtziger eintrafen, fuhr ein Anwohner einen Traktor aus der Garage und brachte ihn in Sicherheit. „Ich habe da schon häufiger Jugendliche aufgeschreckt“, erzählte er in der Nacht. Von der Drehleiter aus und von allen vier Seiten bekämpften die Einsatzkräfte den Brand. Die Dachziegel waren fast vollständig weggeplatzt. Verkohlte Balkenreste ragten in den Himmel. Schließlich ließ Achtziger Schaum einsetzen. Eine Stirnwand musste wegen Einsturzgefahr eingerissen werden. Erst gegen 5 Uhr war der Einsatz beendet.

Für die Karnevalisten ist es ein herber Rückschlag. „Das größte Problem ist der Rosenmontagszug“, sagte Hubert Roland, Vorsitzender der Blau-Gelben. Wagenverkleidung und Wurfkisten sind zerstört. Und dabei ist die Session so kurz. Aber auch Lichtanlagen, Holzbuden, Tische, Pavillons und Elektroinstallationen, selbst Aschenbecher, wurden ein Raub der Flammen. „Uns fehlt alles“, trauerte Mühlich, der zuletzt im September in der Halle war. Beide Vereine gaben sich aber überzeugt, dass es auf jeden Fall weitergehe.

Die Brandermittler untersuchten am Vormittag die Lagerhalle. Ein technischer Defekt erscheint unwahrscheinlich, das Gebäude wird immer stromfrei geschaltet. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich vermutlich um fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandstiftung, die Kripo bittet um Hinweise unter 02241 / 541 41 21



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