Von JÜRGEN RÖHRIG, 22.06.07, 18:04h
Unvorstellbar: Attila nicht hoch zu Ross im Galopp, sondern auf dem Lanz Bulldog durch die Steppe tuckernd. Der legendäre Schrecken vor den Hunnen wiche purer Heiterkeit. Aber selbstredend, so stellen die „Schlepperfreunde“ klar, gibt es keine historische Verbindung zwischen den Horden des vierten Jahrhunderts und den Treckern, die im 19. Jahrhundert aufkamen. Nicht einmal die des Menschen-Verschleppens. Nein, die Verbindung wird erst heute in Siegburg gestiftet. Zitat: „Und hier sind die Gemeinsamkeiten: Die Hunnen und die Schlepperfreunde haben sich zusammengeschlossen, um noch effektiver das jährliche Siegburger Schleppertreffen zu gestalten.“ Das gab es erst einmal bisher und soll zur jährlichen Einrichtung werden. Und das kann auf der Zange nur klappen, wenn die martialischen Hunnen „für das leibliche Wohl sorgen“. Das soll die Aufgabe der Wilden inmitten der Diesel-Motoren sein: Das Publikum zünftig verköstigen.
120 Schlepper werden bei dem für Dezember geplanten Event erwartet. Es soll die einzige winterliche Traktorschau in Deutschland sein. Deshalb erwarten die kooperierenden Vereine „Besucher und Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet“. Dann wird es wohl ziemlich eng auf dem Berliner Platz, wo sich die Oldtimerfreunde mit den Hunnen warmschunkeln. Ein neues Aushängeschild für Siegburg: Attila gibt dem Zweitakter die Sporen.
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